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03. Baubeschreibung

  • Der Erweiterungsbau besteht aus vier dreigeschossigen Gebäudekörpern, die die unterschiedlichen
    Funktionsbereiche des Heimes beinhalten.
  • Die Giebel bilden das gestalterische Thema dieses Entwurfes, Giebelscheiben als Abschluß
    eines Gebäudeteils.
  • Der fast überall vorhandene Sockel trennt die Obergeschosse als Hauptaufenthaltsbereich
    von dem Untergeschoß mit den hauswirtschaftlichen Funktionsräumen.
  • Der Sockel verläuft auf der Ebene des Eingangsbereiches mit der Höhe ± 0.

Pflegebereich

  • Die Pflegebereiche sind in den beiden rechtwinklig zueinander angeordneten Flügeln untergebracht.
  • Jeder Flügel stellt einen von den sogenannten Bausteinen dar.
  • Erschlossen werden diese beiden Gebäudeflügel durch einen zentralen Bereich mit den allgemeinen Funktionsräumen wie Wohn- und Speisezimmer, Küche, Dienstzimmer mit Medikamentenraum und mit den beiden Badezimmern.
  • Die Flügel mit den Bewohnerzimmern bestehen aus einem soliden Gebäude mit Satteldach, vor der eine gläserne Erschließungsachse verläuft.
  • Auf der anderen Seite des Ganges liegen weitere Funktionsräume wie Abstellräume, Materialräume und Rollstuhlabstellräume, die eindeutig einem Baustein zugeordnet werden, während die Räume im zentralen Funktionsbereich der ganzen Station – d. h. jeweils zwei Bausteinen zugeordnet sind.
  • Nach außen spiegeln sich die Funktionsräume in den Giebelbauten wider, die senkrecht zu dem Satteldach und zu der Erschließungsachse an den soliden Baukörper anschließen.
  • Die Giebel dieser Nebenbauten schweben scheinbar über dem Sockel und haben durch den "fehlenden Grund" eine geringere Wertigkeit als die Giebel der anderen, wichtigeren Gebäudeteile.
  • Durch den Wechsel von hellen Nischen und geschlossenen Funktionsräumen wird eine abwechslungsreiche Belichtung entlang der relativ langen Erschließungsgänge geschaffen.
  • Den Abschluß der Gebäudeflügel bilden gläserne Sicherheitstreppenhäuser zwischen zwei geschlossenen Mauerwerksscheiben.
  • Die funktionale Zusammengehörigkeit der beiden Gebäudeflügel und des zentralen Funktionsbereiches wird durch das durchgehende Satteldach verdeutlicht.

Hauptgebäude

  • Das Hauptgebäude mit Eingangsbereich, Multifunktionsraum, Cafeteria, Gymnastikraum und Ergotherapie steht als Riegel quer vor den anderen Gebäudeteilen und bildet so die Verbindung zum bestehenden Altenheim.
  • Hier war vorher ein teilweise rundes Hauptgebäude geplant, das aber einige Forderungen funktionaler und auch gestalterischer Art nicht erfüllen konnte.
  • Der Multifunktionsraum ist für Feste, Feiern und Veranstaltungen gedacht.
  • Aber der große Saal läßt sich auch als großer Speisesaal für die mobileren Bewohner des ganzen Hauses nutzen, so daß im Pflegebereich pro Etage nur ein Speiseraum und eine Teeküche und auch nur ein etwas größeres Wohnzimmer notwendig sind.
  • Das wäre eine Bündelung mehrerer Funktionen mit Reduzierung der benötigten Fläche und gleichzeitig Förderung der Mobilität der Bewohner.
  • Der Raum wird für 60-70 Eßplätze ausgelegt, eine Servierküche, die auch als Vorbereitungsraum für Feiern genutzt werden kann, wird angegliedert.
  • Hinzu kommt noch die direkte Anbindung an einen Aufzug mit Abstellmöglichkeit der Hordenwagen.
  • Die Cafeteria wird nicht wie gefordert an den Multifunktionsraum angegliedert, ich habe sie im 1. Obergeschoß untergebracht – direkt an der Dachterrasse und auch mit Anbindung an einen Aufzug.
  • Der Raum für Ergotherapie ist im 2. Obergeschoß – also mit guter Belichtung, der Gymnastikraum befindet sich im Untergeschoß, wobei aufgrund der Hanglage hier nur eine Belichtung durch Oberlichter möglich ist, was der gewählten Nutzung nicht entgegensteht.